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Liebenburg

Größte Sehenswürdigkeit und Wahrzeichen der Gemeinde Namborn ist die Liebenburg, deren weithin sichtbarer Turm auf die bewegte Geschichte der Region hinweist. Die Bischöfe von Verdun haben sie vermutlich gegen Ende des 12. Jahrhunderts erbaut, urkundlich erwähnt ist sie erstmals 1220 als Lehen des Bistums Verdun.

Ihren Namen hat sie von dem Ritter Bogemond de Leivenberc, den die Grafen von Zweibrücken zum Burgmann bestellten.

Um das Jahr 1430 wurde die Burg bei inneren Unruhen Kurtiers zerstört. Heinrich von Sötern wurde nach ihrem Wiederaufbau 1479 mit der Burg belehnt. Dieses Herrengeschlecht hatte sie inne bis zu Ihrer endgültigen Zerstörung durch die Franzosen im Jahre 1677.

Danach war an den Wiederaufbau nicht mehr zu denken. Die Bevölkerung der umliegenden Orte schlachtete sie aus, Sträucher und Hecken deckten allmählich die Ruinen auf dem Schloßberg zu.

1926 unternahm der Landeskonservator einen ersten Versuch, Reste der Burg auszugraben, aber erst in den siebziger Jahren legte man die Grundmauern, Gemächer und Zisternen frei und fand Türbeschläge, Tierknochen, Pfeil- und Lanzenspitzen, Kachelteile, irdenes Geschirr, Zaumzeug und sogar das einstige Torwappen.


Der Turm der Liebenburg wurde 1976 wieder aufgebaut. Von Ihrer Plattform bietet sich ein einzigartiger Blick über die Gemeinde und das St. Wendeler Land.

Die Gemeinde bemüht sich seit einigen Jahren, das Burggelände neu zu beleben: Mehrmals jährlich finden Burgführungen mit „Ritter Ludwig von Sötern“ statt. Alle zwei Jahre steigt unter der Regie der Gemeinde und unter Beteiligung der Ortsvereine und anderer Gruppen das große mittelalterliche Ritterspektakel mit vielen Attraktionen. Die Kinder- und Jugendbeauftragte der Gemeinde bietet regelmäßig kindgerechte Spiel- und Bastelaktionen rund um das Thema „Ritter und Burg“ an.






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